Am Samstag, den 5. Juli 2014 war es so weit: der erste Präsidentenwechsel und die sogenannte Feier zum LIONS-Silvester stand an. Thomas Paulus, Gründungspräsident und Initiator, lud ein zu einem Ausflug in die Pfalz, wo neben interessanten Exkursionen und kulinarischen Genüssen auch die Amtsübergabe an den neuen Präsidenten Thomas Müller erfolgen sollte.

Zertifizierter begleitender Lion und neuer Zonenchairman Werner Schwenk, neuer Präsident Thomas Müller und neuer Past-Präsident Thomas Paulus vor der Originalfahne der Demokratiebewegung von 1832

Es konnte eigentlich kein geeigneterer Platz gefunden werden als die „Wiege der deutschen Demokratie sowie der europäischen Einigung“: das Hambacher Schloss. Dort lehnte sich im Jahre 1832 das Bürgertum gegen Adel, Zensur und Unrechtsherrschaft auf und schlug durch bürgerliches Engagement unumkehrbar den Weg zur Demokratie ein.

Der scheidende Präsident Thomas Paulus bedankte sich bei den Mitgliedern für die außerordentliche Unterstützung, den neuen Club so schnell aus der Taufe zu heben, für das entgegengebrachte Vertrauen und das Engagement der Akteure im Vorstands- und Orga-Team.

Thomas Müller stellte als neuer Präsident sein Programm unter dem Motto „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg“ den Mitgliedern vor und lobte die positive Stimmung und Dynamik der neuen Verbindung, die er noch weiter ausbauen und für zahlreiche Projekte einsetzen möchte.

Am Freitag, den 30. Mai war es endlich soweit: Nach etwa einem Dreivierteljahr intensiver Vorbereitungszeit feierte der dritte Pforzheimer Lions Club unter dem Namenszusatz „Johannes Reuchlin“ seine Gründung mit 31 Chartermitgliedern. Demnach ist es nun der 53. Lions Club in Nord-Baden und zählt damit zu den rund 1.500 aktiven Clubs in Deutschland und mit weltweit 1,4 Mio. Mitgliedern zur größten Organisation von sogenannten Service-Clubs. Ziel eines Service-Clubs ist es, durch uneigennützigen Einsatz zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beizutragen. Und daher ist ein weiterer Lions Club auch nicht als Wettbewerb zu den beiden bereits bestehenden Clubs zu sehen, sondern vielmehr als Ergänzung, um noch mehr für Stadt, und Gesellschaft in Pforzheim und der Region bewegen zu können.

Die Gründungsmitglieder des Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin

Die Feier in würdigem Rahmen im Restaurant Müssle in den Schmuckwelten folgte einer aufschlussreichen Führung durch das Museum Johannes Reuchlin unter der fachkundigen Leitung der Kunsthistorikerin Christina Klittich. Die Einblicke in das Leben und Wirken von Pforzheims sicherlich bedeutendstem Sohn bestätigten den Mitgliedern, dass es kaum einen treffenderen Namenspatron für einen Service-Club geben kann als den großen Humanisten, den Vermittler zwischen Religionen und Kulturen.

Im Anschluss an die Führung durch das Museum erfolgte durch das vollzählig angereiste Governorteam um Günter Siekmeier sowie Werner Schwenk als Guiding Lion und Thomas Paulus als Gründungspräsident die feierliche Verleihung von Mitgliedsurkunde, Namensschild und Lions-Anstecknadel an historisch eindrucksvoller Stätte im Chor der Schlosskirche St. Michael direkt unter dem Lettner-Brückengang, über den Johannes Reuchlin einst Zugang zu seiner Bibliothek hatte.

Der Gouvernor kommt zum Briefing und KJB Cécile Heger informiert über den Friedensplakatwettbewerb und andere Lionsprogramme. Thomas Paulus erhält die Auszeichnung "Melvin Jones Fellow".

Rund 1,4 Millionen Mitglieder zählen die „Lions“ weltweit – und nun sind zum größten Service Club noch einmal 31 neue dazugekommen. Diese Woche ist unter dem Namen „Johannes Reuchlin“ der dritte Pforzheimer Lions Club zur Gründungsversammlung zusammengetreten. Die PZ berichtet.