Übergabe der Lions-Präsidenten-Nadel an die neue Präsidentin Denise Niethammer

Noch-Präsident Thomas Müller und Ehefrau Denise Niethammer, die auch das Präsidentenamt in der kommenden Saison 2015/2016 bekleiden wird, hatten zu einem rustikalen Ausflug in die oftmals wenig bekannten Schmuckstücke unserer Region eingeladen.

Dass es sich an diesem Samstag um den wahrscheinlich heißesten Tag seit Aufzeichnung der Wetterdaten handeln würde, konnte im Vorfeld niemand wissen. Vielleicht lag es ja daran, dass „die Bestellung von gutem Wetter“ von beiden Organisatoren bei „Petrus“ eingingen und sich so kumuliert haben.

Die Gruppe der Wanderer fuhr um ca. 9:30 Uhr ab Hauptbahnhof Pforzheim mit der Kulturbahn ins Nagoldtal und startete nach kurzem Sektempfang ins pittoreske Monbachtal zum Aufstieg Richtung Neuhausen. Eine Vesperpause auf halber Höhe in der Blockhütte des Monbachtals, die Kaffeerast in Schellbronn, sowie der Abstecher zur Hohen Warte nach Hohenwart, um vom 40 Meter hohen Turm den Ausblick über die gesamte Region zu genießen, waren die Zwischenstationen der insgesamt ca. 12 km langen Wanderung. Den Abschluss bildete dann ein reichhaltiges Grill- und Salatbuffet auf der Sonnenterasse des Hohenwart Forums, auf der dann auch die feierliche Übergabe der Lions-Präsidenten-Nadel erfolgte.

Unter dem von Jean Pütz entliehenen Motto „Reden ist Silber, Machen ist Gold“ stellte die neue Präsidentin Denise Niethammer ihre Ziele und Wünsche zur Weiterentwicklung unseres noch jungen Lions Clubs vor.

v.l.n.r. Martin Sailer (Volksbank), Gert Hager (OB Pforzheim), Frank Stephan (Enzkreis), René Baum (Volksbank), Jerome Braun (Stiftung Hänsel&Gretel), Thomas Müller (Präsident LC Pforzheim JR), Christian Schneider (Co-Sponsor Stadtwerke Pforzheim)

Es hat einiges an Energie abverlangt und letztlich über 500 Stunden geschätzter Arbeitsleistung bedurft, um das Projekt Notinsel in Pforzheim und dem Enzkreis zu etablieren. Ziel war es, mit mindestens 150 Notinseln zu starten, 207 sind es am Stichtag der Einweihung der ersten Notinsel geworden, stellte Thomas Müller, Präsident des Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin nicht ohne Stolz in seiner Einführungsrede am vergangenen Donnerstagabend fest.

Der Einladung zur feierlichen Einweihung waren ca. 100 Notinsel-Partner, Eltern und Kinder ins VolksbankHaus gefolgt, um die dortige Filiale des Co-Sponsoring-Partners Volksbank Pforzheim mit dem Notinsel-Erkennungszeichen zu versehen.

Die beiden Schirmherren Gert Hager, OB der Stadt Pforzheim und Frank Stephan in Vertretung von Landrat Karl Röckinger, betonten in ihren Ansprachen die Wichtigkeit einer solchen Initiative, um Stadt und Region menschlicher zu machen und ein Zeichen zu setzen, sich gegenseitig zu achten, ernst zu nehmen und zu helfen. René Baum, Mitglied des Vorstandes der Volksbank Pforzheim, ist es als Vater von drei Kindern ein Anliegen, dieses Netzwerk zu unterstützen, das durch seine Wirkungskraft und vor allem seine konzeptionelle Einfachheit besticht.

Kinder sind heute in ihrem Alltag vielen kleinen und großen Gefahren ausgeliefert: Ob auf dem Weg zur Schule, dem Weg zum Kindergarten, auf dem Pausenhof oder auf dem Spielplatz. Bei Gewalt von großen an kleinen Kindern, ausländerfeindlich motivierter Gewalt gegen Kinder, bei Diskriminierung und bei körperlicher Gewalt setzt die Notinsel ein Gegengewicht.

Das Projekt bindet ein Netzwerk von Einzelhandelsgeschäften wie Bäckereien, Metzgereien, Friseure, Banken und Apotheken, die Kinder in Gefahrensituationen, aber auch bei kleinen Nöten und Wehwehchen als erste Anlaufstelle und als Schutzraum dienen. Mit dem Notinsel-Aufkleber und mit entsprechenden Plakaten zeigen die Geschäfte, dass Kinder in Notsituationen unmittelbar Hilfe erfahren, man sie ernst nimmt und sie hier einen Schutzraum finden.

Alle Mitarbeiter/innen der jeweiligen Notinsel erhalten eine Handlungsanweisung, die konkret beschreibt was im Ernstfall zu tun ist. Dabei sollen die Geschäfte keinesfalls psychologische Beratung leisten, sondern nur eine Hilfskette in Gang setzen, die Benachrichtigung der Eltern, der Polizei oder des Amtes für Familie und Jugend, Schule und Sport.

Kleine Wehwehchen mit einem Pflaster zu versehen, tröstende Worte auszusprechen oder mal schnell der Mama anzurufen, wenn der Bus weggefahren ist, sind die am häufigsten geleisteten Hilfestellungen, die auf Notinsel-Partner zukommen, so Jerome Braun aus Karlsruhe, der im Jahre 2001 mit seiner Stiftung „Hänsel und Gretel“ das Notinsel-Konzept entwickelt hat. Ausgangspunkt seiner Überlegungen zur „Notinsel“ war der Fall der bis heute verschwundenen Peggy. „Das Projekt bietet nicht nur Zufluchtsorte für Kinder, sondern regt auch die Diskussion zum Schutz unserer Kinder an.“

Neben den flächendeckend geplanten Anlaufstellen für Kinder in Pforzheim und Enzkreis hat die Notinsel auch eine Präventivfunktion, Lehrer Erzieher und Eltern werden ebenfalls motiviert, mit Kindern über mögliche Gefahren zu sprechen und sie vorzubereiten. Die Etablierung der Notinsel in Pforzheim und Enzkreis ist ein weiterer Meilenstein zu einem bundesweiten Zeichen für Kinderschutz und Zivilcourage.

Die Stiftung Hänsel und Gretel aus Karlsruhe hat 2002 das Projekt initiiert und überträgt es seitdem bundesweit auf Städte, Gemeinden und Landkreise. Pforzheim und der Enzkreis ist seit 18. Juni 2015 ein weiterer Standort sein.

Sponsor-Partner des Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin sind die Stadtwerke Pforzheim und die Volksbank Pforzheim, die mit Ihren ca. 40 Filialen schon eine flächendeckende Ausgangsbasis der bereits über 200 Standorte in Pforzheim zum Starttermin am 18.6.2015 stellt.

Weitere Informationen und eine Übersicht der Notinseln finden Sie auf unserer lokalen Website http://notinsel-pforzheim.de sowie auf der bundesweiten Website http://notinsel.de.

Bei sonnigem Wetter erlaubte das hochgelegene Restaurant „Zauberblume“ in Engelsbrand-Grunbach einen wahrhaft traumhaften Blick auf Pforzheim. Später am Abend blickten die Gäste auf das idyllische Lichtermeer der Goldstadt – ein würdiger Rahmen für einen offiziellen Akt.

Geladen zum mediterranen Menü waren neben unseren Mitgliedern und deren Partnerinnen und Partner sämtliche Lions- und Service-Clubs der Region sowie das komplette Governor-Team unserer Zone.

District-Governor Uwe Metzinger vollzog dann auch den Charter-Act in kurzweiliger Weise und überreichte dem „Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin“ die offizielle Charter-Urkunde.

Es folgte der nächste feierliche Akt: Die Unterschrift aller Gründungsmitglieder auf der Gründungsurkunde. Grußworte der Vertreter der Nachbarclubs rundeten den offiziellen Teil des Abends ab.

Unterhaltsam informierte Historiker und Johannes-Reuchlin-Darsteller Olaf Schulze über das Leben und Wirken unseres Namensgebers. Er schloss mit der Vermutung: „Hätte es die Lions bereits im 15. Jahrhundert gegeben wäre er ganz sicher auch ein Lion gewesen“.

Die Feier bot auch für Mathias Gürbüz und Pascal Stirner, zwei neuen Mitgliedern, einen schönen Rahmen für die offizielle Begrüßung bei uns im Club.

Für die schönen Glückwünsche und Geschenke, insbesondere die vom Patenclub Lions Club Pforzheim-Enz gestiftete Lions-Glocke, bedanken wir uns bei allen Gästen sehr herzlich.

Ein großes Lob an dieser Stelle an das Organisationskomitee, bestehend aus Axel Bäuerle, Robin Bischoff, Matthias Gindele, Tobias Marks und Matthias Zeh, welches dafür gesorgt hat, dass unsere Charterfeier so großartig wurde, wie wir sie uns gewünscht hatten und die uns sicherlich lange in Erinnerung bleibt.

Die Förderung von Hornhautbank und Programmen zur Verhinderung von Blindheit sind ein intergraler Bestandteil der Lions Clubs national und international. Der Lions-Distrikt 111 Süd-Nord hat am 27.03.2015 die Patenschaft für die Hornhautbank der Uni-Augenklinik in Heidelberg übernommen.

Zur Pressemeldung

Anlässlich des Mitgliederabends des Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin im Ausstellungsraum der Firma Staib Sanitär & Heizung verkündete Geschäftsführer Andreas Staib stolz den versammelten Lionsfreunden, dass die Spendenerlöse der hauseigenen Stromtankstelle künftig dem Lions Quest Programm der Lions Organisation zugute kommen werden.

Andreas Staib und Thomas Müller bei der Einweihung der neuen Spenden-Stromtankstelle

Die Seminarreihe Lions Quest wurde 1997 gegründet und hat seither in Deutschland mehr als 50.000 Lehrer in das Programm eingeführt. Dessen Ziel ist es, Schüler der 5. bis 7. Klassen aller Schulformen in Gewalt- und Drogenprävention u.a. durch Stärkung des Selbstvertrauens und den Umgang untereinander zu schulen.

Andreas Staib selbst ist begeistert von diesem Seminarprogramm und hat daher fast logischerweise die Funktion des Clubbeauftragten für Lions Quest im letzten Jahr gegründeten Lions Quest Pforzheim Johannes Reuchlin übernommen.

Und was läge da näher, als die durch Spenden erlösten Beträge aus dem selbsterzeugten Strom der Stromtankstelle diesem äußerst sinnvoll angelegten Zweck zugute kommen zu lassen. Die Stromtankstelle am Firmenstandort im Brötzinger Tal ist eine der wenigen Stromtankstellen Pforzheims überhaupt und zur Zeit wahrscheinlich sogar die einzige, die durch Schnell-Ladefunktion ein „Voll-Tanken“ des E-Autos in deutlich verkürzter Zeit erlaubt.

Das Tanken des aus eigener Photovoltaikanlage auf dem Dach und einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (sog. „Dachs“) im Keller erzeugten Stromes stellt die Firma Staib Nutzern kostenlos zur Verfügung, bittet jedoch um eine Spende für den oben genannten Zweck. Eigens dafür wurde ein Einwurfschlitz für Münzen und Scheine in Form eines „Tankstutzens“ an der Fassade installiert, den Lions Club Präsident Thomas Müller am vergangenen Mittwoch mit Freude einweihte.