Denise Niethammer (LC Präsidentin), Andreas Heimberg & Karin Balster (Familienherberge Lebensweg), Thomas Satinsky (Menschen in Not), Petra Patoschka (Trommeln für traumatisierte Kinder), Thomas Müller (LC Past-Präsident), Hans Peter Häuser (Oben auf)

Ursprünglich war unser erster „Johannes Reuchlin Cup“ als Eisstockschießen auf der Eisbahn auf dem Marktplatz im Pforzheim geplant. Ein Tag vorher wurde jedoch klar, dass aufgrund des vorhergesagten Starkregens und der Sturmwarnungen die Eisbahn gesperrt werden würde. Das kurzerhand per Krisensitzung aus der Taufe gehobene Ersatzprogramm „Wettkampf-Nageln“ erwies sich jedoch als so spannend und stimmungsgeladen, dass keiner unserer Gäste traurig war über das kurzerhand abgesagte Event auf dem Eis.

Dadurch, dass der Ersatz-Wettbewerb zentral im Festzelt stattfinden konnte und die Ausscheidungen mit jeweils zwei Minuten sehr kompakt waren, stellte sich bei unseren 185 Gästen und Teilnehmern eine spannungsgeladene Atmosphäre ein, die geradezu nach einer Wiederholung schreit.

Die straffe Organisation der Wettkämpfe, mitreißende Moderation und gemütliche Stimmung im Stadl-Festzelt bei leckerem Menü ließ die fünf Stunden bis zur Siegerehrung gegen 22.15 Uhr im Fluge vergehen.

„So gesehen, sind wir uns da gar nicht mehr so sicher, ob wir durch die Sperrung der Eisbahn wegen Sturm und massiven Dauerregens nur ein Alternativprogramm auf die Beine gestellt haben, oder uns hier aus der Not heraus ein stimmungsvoller Volltreffer mit Langzeitcharakter gelungen ist“, so derzeitige Präsidentin Denise Niethammer im Anschluss an die Veranstaltung.

Insgesamt brachte unsere erste große Charity-Veranstaltung einen Erlös von 8.824 € aus Spenden, Sponsoring und Startgebühren ein, der auf vier gemeinnützige Träger aus Pforzheim und dem Enzkreis zu je gleichen Teilen in Höhe von 2.206 € aufgeteilt wurde.

Präsidentin Denise Niethammer überreichte im Anschluss an den Wettbewerb noch vor der Siegerehrung daher nicht ohne Stolz jeweils einen Scheck über diese 2.206 € an die „Familienherberge Lebensweg“ für Familien mit schwerstkranken Kindern, „Menschen in Not“, „Trommeln für traumatisierte Kinder“ und "Oben auf“.

Gesamtsieger des ersten Johannes Reuchlin Cups wurde übrigens das Team „Stadtwerke I“ das in der Finalrunde das Team „Hachelkünstler“ knapp schlagen konnte. Platz drei ging an „Gindele III“ die das kleine Finale gegen die hausinteren Konkurrenz „Gindele II“ für sich entscheiden konnten. Die ersten drei Siegerteams erhielten neben den hübschen, selbstleuchtenden Pokalen je Spieler einen Silberbarren aus dem Hause „Doduco“, die Viertplatzierten erhielten je Spieler Tickets für das Max Giesinger Konzert am kommenden Samstag in Königsbach-Stein, gesponsert von „Studio 9“. Die Fünftplatzierten konnten jeweils eine Flasche Rotwein aus dem Hause Claus Bischoff aus Dietlingen mit nach Hause nehmen.

Nachdem wir bereits im letzten Jahr mit 315 eingereichten Plakaten den größten Wettbewerbsbeitrag innerhalb unseres Distrikts gestellt hatten, konnten wir dieses tolle Ergebnis dieses Jahr sogar noch überflügeln. In diesem Jahr nahmen ca. 390 Kinder aus 15 Klassen von 5 Schulen aus Pforzheim und Enzkreis an der Ausschreibung des Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin teil.

Teilnahmeberechtigt des international ausgeschriebenen Malwettbewerbs sind Kinder und Jugendliche, die am Stichtag 15. November des Jahres zwischen 11 und 13 Jahre alt sind.

Das Motto des Friedensplakatwettbewerbs 2015/16 lautete „Frieden teilen.“

Die Jury der vom unserem Club initiierten Ausschreibung auf der Pforzheimer Ebene bestand dieses Jahr aus Rene Dantes, Sina Dornbach (VoBa Pfhm.), Robin Saalmüller (Stadtwerke Pforzheim SWP), Axel Bäuerle und der Teilnehmerin am letztjährigen Wettbewerb Kristina Samardzic, um bei der Beurteilung auch Insiderwissen aus erster Hand einfließen zu lassen.

Auf lokaler Ebene werden die drei jeweils besten Bilder je Klasse prämiert. Aus diesen werden wiederum die besten drei Entwürfe aus der Ausscheidung des Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin mit Gesamtpreisen bedacht. Der Pforzheim-Sieger muss sich dann auf Gesamt-Destrikt-Ebene und hoffentlich dann auch auf internationaler Ebene behaupten.

(Gesamt-) Preisträger auf lokaler Ebene:

  • 1. Preis: Ausflug mit der Familie in den EuropaPark, inkl. Anreise (Sponsor VoBa Pf.)
  • 2. Preis: „Jugendabo Acht+“ für ein Jahr vom Theater Pforzheim
  • 3. Preis: Gutschein Intersport über 50 €

Darunter auf Klassen-Ebene: diverse Gutscheine für Kinobesuche, Buchhandlungen, Gummibärchen, ...

Unsere Sieger 2015:

  • 1. Clubsieger: Mira Wagner, 11 Jahre, THG 6c
  • 2. Clubsieger: Denis Neubert, 11 Jahre, Otterstein Werkrealschule 6a
  • 3. Clubsieger: Leander Toscan, 11 Jahre, THG 6d

Übergabe der Lions-Präsidenten-Nadel an die neue Präsidentin Denise Niethammer

Noch-Präsident Thomas Müller und Ehefrau Denise Niethammer, die auch das Präsidentenamt in der kommenden Saison 2015/2016 bekleiden wird, hatten zu einem rustikalen Ausflug in die oftmals wenig bekannten Schmuckstücke unserer Region eingeladen.

Dass es sich an diesem Samstag um den wahrscheinlich heißesten Tag seit Aufzeichnung der Wetterdaten handeln würde, konnte im Vorfeld niemand wissen. Vielleicht lag es ja daran, dass „die Bestellung von gutem Wetter“ von beiden Organisatoren bei „Petrus“ eingingen und sich so kumuliert haben.

Die Gruppe der Wanderer fuhr um ca. 9:30 Uhr ab Hauptbahnhof Pforzheim mit der Kulturbahn ins Nagoldtal und startete nach kurzem Sektempfang ins pittoreske Monbachtal zum Aufstieg Richtung Neuhausen. Eine Vesperpause auf halber Höhe in der Blockhütte des Monbachtals, die Kaffeerast in Schellbronn, sowie der Abstecher zur Hohen Warte nach Hohenwart, um vom 40 Meter hohen Turm den Ausblick über die gesamte Region zu genießen, waren die Zwischenstationen der insgesamt ca. 12 km langen Wanderung. Den Abschluss bildete dann ein reichhaltiges Grill- und Salatbuffet auf der Sonnenterasse des Hohenwart Forums, auf der dann auch die feierliche Übergabe der Lions-Präsidenten-Nadel erfolgte.

Unter dem von Jean Pütz entliehenen Motto „Reden ist Silber, Machen ist Gold“ stellte die neue Präsidentin Denise Niethammer ihre Ziele und Wünsche zur Weiterentwicklung unseres noch jungen Lions Clubs vor.

v.l.n.r. Martin Sailer (Volksbank), Gert Hager (OB Pforzheim), Frank Stephan (Enzkreis), René Baum (Volksbank), Jerome Braun (Stiftung Hänsel&Gretel), Thomas Müller (Präsident LC Pforzheim JR), Christian Schneider (Co-Sponsor Stadtwerke Pforzheim)

Es hat einiges an Energie abverlangt und letztlich über 500 Stunden geschätzter Arbeitsleistung bedurft, um das Projekt Notinsel in Pforzheim und dem Enzkreis zu etablieren. Ziel war es, mit mindestens 150 Notinseln zu starten, 207 sind es am Stichtag der Einweihung der ersten Notinsel geworden, stellte Thomas Müller, Präsident des Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin nicht ohne Stolz in seiner Einführungsrede am vergangenen Donnerstagabend fest.

Der Einladung zur feierlichen Einweihung waren ca. 100 Notinsel-Partner, Eltern und Kinder ins VolksbankHaus gefolgt, um die dortige Filiale des Co-Sponsoring-Partners Volksbank Pforzheim mit dem Notinsel-Erkennungszeichen zu versehen.

Die beiden Schirmherren Gert Hager, OB der Stadt Pforzheim und Frank Stephan in Vertretung von Landrat Karl Röckinger, betonten in ihren Ansprachen die Wichtigkeit einer solchen Initiative, um Stadt und Region menschlicher zu machen und ein Zeichen zu setzen, sich gegenseitig zu achten, ernst zu nehmen und zu helfen. René Baum, Mitglied des Vorstandes der Volksbank Pforzheim, ist es als Vater von drei Kindern ein Anliegen, dieses Netzwerk zu unterstützen, das durch seine Wirkungskraft und vor allem seine konzeptionelle Einfachheit besticht.

Kinder sind heute in ihrem Alltag vielen kleinen und großen Gefahren ausgeliefert: Ob auf dem Weg zur Schule, dem Weg zum Kindergarten, auf dem Pausenhof oder auf dem Spielplatz. Bei Gewalt von großen an kleinen Kindern, ausländerfeindlich motivierter Gewalt gegen Kinder, bei Diskriminierung und bei körperlicher Gewalt setzt die Notinsel ein Gegengewicht.

Das Projekt bindet ein Netzwerk von Einzelhandelsgeschäften wie Bäckereien, Metzgereien, Friseure, Banken und Apotheken, die Kinder in Gefahrensituationen, aber auch bei kleinen Nöten und Wehwehchen als erste Anlaufstelle und als Schutzraum dienen. Mit dem Notinsel-Aufkleber und mit entsprechenden Plakaten zeigen die Geschäfte, dass Kinder in Notsituationen unmittelbar Hilfe erfahren, man sie ernst nimmt und sie hier einen Schutzraum finden.

Alle Mitarbeiter/innen der jeweiligen Notinsel erhalten eine Handlungsanweisung, die konkret beschreibt was im Ernstfall zu tun ist. Dabei sollen die Geschäfte keinesfalls psychologische Beratung leisten, sondern nur eine Hilfskette in Gang setzen, die Benachrichtigung der Eltern, der Polizei oder des Amtes für Familie und Jugend, Schule und Sport.

Kleine Wehwehchen mit einem Pflaster zu versehen, tröstende Worte auszusprechen oder mal schnell der Mama anzurufen, wenn der Bus weggefahren ist, sind die am häufigsten geleisteten Hilfestellungen, die auf Notinsel-Partner zukommen, so Jerome Braun aus Karlsruhe, der im Jahre 2001 mit seiner Stiftung „Hänsel und Gretel“ das Notinsel-Konzept entwickelt hat. Ausgangspunkt seiner Überlegungen zur „Notinsel“ war der Fall der bis heute verschwundenen Peggy. „Das Projekt bietet nicht nur Zufluchtsorte für Kinder, sondern regt auch die Diskussion zum Schutz unserer Kinder an.“

Neben den flächendeckend geplanten Anlaufstellen für Kinder in Pforzheim und Enzkreis hat die Notinsel auch eine Präventivfunktion, Lehrer Erzieher und Eltern werden ebenfalls motiviert, mit Kindern über mögliche Gefahren zu sprechen und sie vorzubereiten. Die Etablierung der Notinsel in Pforzheim und Enzkreis ist ein weiterer Meilenstein zu einem bundesweiten Zeichen für Kinderschutz und Zivilcourage.

Die Stiftung Hänsel und Gretel aus Karlsruhe hat 2002 das Projekt initiiert und überträgt es seitdem bundesweit auf Städte, Gemeinden und Landkreise. Pforzheim und der Enzkreis ist seit 18. Juni 2015 ein weiterer Standort sein.

Sponsor-Partner des Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin sind die Stadtwerke Pforzheim und die Volksbank Pforzheim, die mit Ihren ca. 40 Filialen schon eine flächendeckende Ausgangsbasis der bereits über 200 Standorte in Pforzheim zum Starttermin am 18.6.2015 stellt.

Weitere Informationen und eine Übersicht der Notinseln finden Sie auf unserer lokalen Website http://notinsel-pforzheim.de sowie auf der bundesweiten Website http://notinsel.de.

Bei sonnigem Wetter erlaubte das hochgelegene Restaurant „Zauberblume“ in Engelsbrand-Grunbach einen wahrhaft traumhaften Blick auf Pforzheim. Später am Abend blickten die Gäste auf das idyllische Lichtermeer der Goldstadt – ein würdiger Rahmen für einen offiziellen Akt.

Geladen zum mediterranen Menü waren neben unseren Mitgliedern und deren Partnerinnen und Partner sämtliche Lions- und Service-Clubs der Region sowie das komplette Governor-Team unserer Zone.

District-Governor Uwe Metzinger vollzog dann auch den Charter-Act in kurzweiliger Weise und überreichte dem „Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin“ die offizielle Charter-Urkunde.

Es folgte der nächste feierliche Akt: Die Unterschrift aller Gründungsmitglieder auf der Gründungsurkunde. Grußworte der Vertreter der Nachbarclubs rundeten den offiziellen Teil des Abends ab.

Unterhaltsam informierte Historiker und Johannes-Reuchlin-Darsteller Olaf Schulze über das Leben und Wirken unseres Namensgebers. Er schloss mit der Vermutung: „Hätte es die Lions bereits im 15. Jahrhundert gegeben wäre er ganz sicher auch ein Lion gewesen“.

Die Feier bot auch für Mathias Gürbüz und Pascal Stirner, zwei neuen Mitgliedern, einen schönen Rahmen für die offizielle Begrüßung bei uns im Club.

Für die schönen Glückwünsche und Geschenke, insbesondere die vom Patenclub Lions Club Pforzheim-Enz gestiftete Lions-Glocke, bedanken wir uns bei allen Gästen sehr herzlich.

Ein großes Lob an dieser Stelle an das Organisationskomitee, bestehend aus Axel Bäuerle, Robin Bischoff, Matthias Gindele, Tobias Marks und Matthias Zeh, welches dafür gesorgt hat, dass unsere Charterfeier so großartig wurde, wie wir sie uns gewünscht hatten und die uns sicherlich lange in Erinnerung bleibt.