Wasser ist Leben

„Wasser ist Leben“ ist eines der internationalen Themen, denen sich das Netzwerk der Lions verschrieben haben. Getreu diesem Motto trafen sich am Mittwoch , den 26.07.23 insgesamt 21 Mitglieder unseres Clubs, um sich über die Historie, den aktuellen Status und insbesondere die Zukunftsplanung der Stadtwerke Pforzheim umfassend informieren zu lassen.

In voll gepackten 1,5 Stunden erfuhren wir, dass die Stadt Pforzheim durch die Randlage des Schwarzwaldes in der glücklichen Lage ist, zumindest für die kommenden 200 Jahre auch  trotz Klimawandel keinen ernsthaften Mangel an sauberem und hochwertigen Trinkwasser zu erleiden.

Ziel aus heutiger Sicht ist, durch Ausbau der Grösseltal-Einspeisung und Ertüchtigung der beiden weiteren Quellgebiete auf Pforzheimer Gemarkung, den Bezug von Bodenseewasser stetig zu reduzieren. Dies verschafft mehr finanzielle Ressourcen und reduziert die Abhängigkeit von einem Einzugsgebiet, dessen Frischwasserzufluss aus den schwindenden Gletschern der Alpen künftigen Herausforderungen ausgesetzt sein wird.

Besichtigungen des historischen Wasserwerkes aus dem Jahre 1899 und des mit hoch­modernen Filteranlage ausgestatteten im Jahre 2018 errichteten neuen Wasserwerkes Friedrichsberg rundeten diesen Exkurs eindrucksvoll ab.

Neuer Präsident ist Tilo Burkhardt

Die Übergabe der Präsidentennadel ist erfolgt, Past-Präsident Matthias Gindele und Präsident Tilo Burkhardt

Der Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin hat seit heute einen neuen Präsidenten. Tilo Burkhardt übernahm die Führung des Service-Clubs von seinem Vorgänger Matthias Gindele. Beim mit über 60 Teilnehmern sehr gut besuchten Präsidentenwechsel gab Gindele das Amt nach eigenen Angaben mit einem lachenden und einem weinenden Auge ab: Er habe sich besonders über die stets gute Beteiligung bei seinen Terminen gefreut und bedankte sich rückblickend auf sein Präsidentenjahr für die Treue, die die Clubmitglieder ihm gehalten hatten – selbst, wenn der Wiedereinstieg nach Corona nicht immer einfach gewesen sei.

Der neue Präsident Tilo Burkhardt verlieh in seiner kurzen Ansprache der großen Freude auf das kommende Jahr Ausdruck. Die von Matthias Gindele in dessen Amtszeit starke Ausrichtung auf  Aktivitäten in der Natur unter Einbezug der Familien wolle er sehr gerne weiterführen. Frei nach dem von ihm gewählten Motto „Transformationen meistern – das Ungedachte denkbar machen“ wolle er im kommenden Jahr seiner Präsidentschaft gemeinsam mit den Clubmitgliedern sich immer wieder von neuen Ideen und Perspektiven inspirieren lassen. Er präsentierte erste Highlights aus seinem Jahresprogramm, das – ganz gemäß des neuen Mottos – mit der Besichtigung des Neubaus des Hochhauses „Carl“ an der Wildbader Straße beginnt. Mit Bobby-Car-Rennen im September, Wettnageln im November diesen Jahres und weiteren Activitys sollen nach der Pandemie nun auch wieder verstärkt Gelder für den guten Zweck generiert werden.

Matthias Gindele ist neuer Präsident

Matthias Gindele und Nicole Wetzel
Matthias Gindele und Nicole Wetzel

Der diesjährige Präsidentenwechsel des Lions Clubs Pforzheim Johannes Reuchlin fand am Samstag, 2. Juli in Waldbronn statt. Viel Erfolg in seinem Präsidentenjahr wünschte die scheidende Präsidentin Nicole Wetzel ihrem Amtsnachfolger und somit neuen Präsidenten Matthias Gindele und sicherte ihm umfassende Unterstützung zu.

In einer kurzen Ansprache bedankte sich die scheidende Präsidentin bei den Mitgliedern für ihr Engagement und ihre Mitwirkung und ließ die Themen ihres Präsidentenjahres noch einmal Revue passieren. Trotz Widrigkeiten und Einschränkungen durch COVID-19 war Nicole Wetzel zufrieden mit dem Erreichten. Sie blickte zurück auf pandemiebedingt wenige, dafür aber umso wertvollere Aktivitäten und Club-Abende. Zu erwähnen waren das Kulturpicknick im Stadtgarten im vergangenen Jahr, die Dambedei-Aktion zu Weihnachten, die Klaviermatinee mit Marina Müllerperth im Frühjahr; die durch den Club initiierten und mitfinanzierten Darbietungen von Raphael Mürle zum 500. Todestag von Johannes Reuchlin unter dem Namen „Mensch Reuchlin“ sowie das Bobby-Car-Rennen am Schlossberg zum verkaufsoffenen Sonntag im April 2022.

In diesem Jahr konnte durch das unermüdliche Engagement von Thomas Müller die Zahl der Notinseln weiter ausgebaut werden, unlängst kamen allein durch die Diakonie weitere 23 Notinseln hinzu. Nicole Wetzel hob das außerordentliche Engagement von Axel Bäuerle hervor und zeichnete ihn mit dem „President Appreciation Award“ aus.

Nach der feierlichen Übergabe der Präsidentennadel stellte der neue Präsident Matthias Gindele die Pläne für sein Präsidentenjahr vor, das er nach den pandemiebedingten Einschränkungen vor allem dem Intensivieren sozialer Kontakte im Rahmen ungezwungener Veranstaltungen widmen möchte. Er betont, dass ihm als Naturliebhaber Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten in der Natur ganz besonders am Herzen liegen und schwor die Mitglieder auf ein unternehmungsreiches und aktives Jahr ein.

1. Pforzheimer Bobby-Car-Rennen

Ratternd rollen die kleinen Räder über die Steine, immer und immer wieder. Ein Bobby-Car nach dem anderen rast am Sonntag den kleinen Berg von der Barfüßergasse bis auf den Marktplatz hinunter. Möglich gemacht hat das der Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin mit Unterstützung des Bobby-Car-Sport-Verbandes, die mit der Aktion nicht für Spaß und Spannung sorgen, sondern auch etwas für den guten Zweck tun.

Das eingenommene Geld soll in die Schulsozialarbeit fließen und dort der Integration von Flüchtlingen dienen. Am Steuer sitzt am Sonntagnachmittag auch Pforzheimer Lokalprominenz, darunter zahlreiche Stadträte, Lions-Clubmaster Axel Bäuerle, Caritas-Direktor Frank Johannes Lemke, Modehaus-Besitzer Karsten Jung und Thomas Satinsky, geschäftsführender Verleger der „Pforzheimer Zeitung“.

Tipps von der Bobby-Car-Meisterin: Vor dem Start zeigt Cleo Lindemann den Prominenten, wie es geht. Sie ist amtierende deutsche Meisterin in der Kinderklasse und fährt in diesem Jahr in der Jugendklasse. Gestartet wird beim Promi-Rennen von der kleineren der beiden Rampen. Die Teilnehmer versuchen, den Oberkörper möglichst weit zurückzulehnen und die Füße gerade nach vorne zu strecken.

Oberbürgermeister Peter Boch hat den Dreh sofort raus. „Das ist eine wunderbare Sache vom Lions Club und wirklich super organisiert“, sagt er: „Das macht eine Riesengaudi.“ Boch schafft es bis ins Finale, in dem er gegen den Eutinger Ortsvorsteher Andreas Renner antritt. Letzterer hat am Ende die Nase knapp vorn und gewinnt das von Jörg Augenstein moderierte Spektakel.

Renner findet die Aktion „cool“ und sagt, für den guten Zweck sei er gerne dabei. Als ehemaliger Rektor weiß er: „Schulsozialarbeit ist etwas sehr Wertvolles.“ Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum und seine Frau Oana haben sich am Sonntagnachmittag gerne aufs Bobby-Car gewagt – und zwar ziemlich erfolgreich.

Beide loben die gute Organisation durch den Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin, der es mit der Aktion schaffe, finanzielle Unterstützung mit Spaß, Spiel und Spannung zu verbinden. „Es hat uns großen Spaß gemacht, da mitzufahren“, sagt Oana Krichbaum und erklärt, am Sonntag sei in der orthodoxen Kirche Ostern gewesen. Auch SPD-Stadträtin Annkathrin Wulff ist dabei gewesen, um den guten Zweck zu unterstützen. Ihre Strategie: „Heil unten ankommen.“ Aber: „Es war einfacher als gedacht.“

Oliver Reitz meint: „Das ist schon sportlich hier.“ Der Direktor des Wirtschafts- und Stadtmarketings (WSP) sieht in der Aktion einen schönen Programmpunkt des „Wirtschaftswunders“, das man dadurch weiterentwickeln könne.

Video

Autor: Nico Roller, Pforzheimer Zeitung

Marina Müllerperth und Raphael Mürle im Brötzinger „Domicile“

Virtuos dargebotene Musik, humorvolles Figurentheater, frisch zubereitete Speisen und ein stilvolles Ambiente: Was der Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin am Sonntag geboten hat, ist der pure Genuss gewesen. Mit Marina Müllerperth und Raphael Mürle hat er zwei hochkarätige und überaus begabte Künstler in den Jazzclub „Domicile“ geholt, wo sie bei einem kurzweiligen, gut zweieinhalbstündigen Programm für den guten Zweck aufgetreten sind: Der Erlös geht an die PZ-Initiative „Menschen in Not“ und an „Blickpunkt Auge“.

Als Lions stelle man immer wieder Veranstaltungen wie diese auf die Beine, um Geld für soziale Zwecke zu sammeln, erklärt Clubmaster Axel Bäuerle, der sich über die zahlreichen Besucher freut.

Als Erster betritt Raphael Mürle die Bühne. Aber nicht allein: Niemand Geringeren als Johannes Reuchlin hat er dabei, den Humanisten, der 1455 in Pforzheim geboren wurde und vor genau 500 Jahren in Stuttgart gestorben ist. Intensiv hat Mürle sich mit Reuchlin befasst und lange überlegt, wie er die historische Persönlichkeit am besten darstellen kann. „Es geht darum, ihn als Typ kennenzulernen“, erklärt Mürle im PZ-Gespräch und verrät, dass das Projekt auf Initiative und mit Unterstützung des Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin entstanden ist. Mürle wird mit seinem Programm auch an Schulen gehen.

Im „Domicile“ dreht sich alles um das Gutachten, mit dem Reuchlin letztlich erfolgreich die Vernichtung jüdischer Schriften verhinderte. En passant vermittelt Raphael Mürle historisches Wissen. Meisterhaft gelingt es ihm, das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Stürme des Beifalls und der Begeisterung löst auch der Auftritt von Marina Müllerperth aus. Auf dem Klavier des „Domicile“, einem wohlklingenden Konzertflügel, nimmt sie das Publikum mit auf eine Reise durch die Epochen der klassischen Musik. Es geht vorbei an Bach, an Chopin und an Ravel. Müllerperth brilliert mit perfektem Tastenanschlag und einer äußerst feinfühligen Spielweise, die selbst kleinste Nuancen abbildet. Wie selbstverständlich fließen die Melodien vor sich hin, wie ein zarter Klangteppich, der sich sanft über den gesamten Saal des „Domicile“ legt. Müllerperth hat schon einmal dort gespielt: als Kind, zusammen mit anderen Jungstudenten der Karlsruher Professorin Sontraud Speidel. Inzwischen hat Müllerperth ihren Masterabschluss in der Tasche. Sowohl als Solopianistin als auch in Orchestern ist sie international gefragt. Unter dem Namen „Belisama Classics“ hat sie ihr eigenes Festival gegründet, das dieses Jahr im Juli stattfinden soll und Frauen in der Musik in den Mittelpunkt rückt.

Etwa Lili Boulanger, eine französische Komponistin, von der Müllerperth mit „D’un jardin clair“, „Cortège“ und „D’un vieux jardin“ drei kurze Stücke präsentiert, die impressionistisch und malerisch wirken, wie ein sonniger Frühlingstag. In Rachmaninoffs Preludes Nr. 5 und Nr. 12 erinnern glitzernde Achtel- und Sechzehntel-Bewegungen an sanft perlendes Wasser, in Chopins Ballade Nr. 3 wechseln sich heitere, fröhlich klingende Passagen mit dunkel und bedrohlich anmutenden ab, um die tragische Liebesgeschichte einer Wassernixe zu erzählen.

Flink hüpfen Müllerperths Finger über die Tasten, ganz besonders bei Ravels „Alborada del gracioso“, dem lebendig-dynamischen Morgenlied des Clowns. Stehende Ovationen für diese brillanten Interpretationen – so lange, bis die Zugabe folgt.

In den Pausen zieht es die Besucher hinaus auf die sonnige Terrasse, wo auf den Musikgenuss ein kulinarischer folgt – Fingerfood von „La Signora“, mit viel Liebe und aus besten Zutaten vorbereitet.

Autor: Nico Roller, Pforzheimer Zeitung