Am Samstag, den 2. Juli 2016 war es soweit: der dritte Präsidentenwechsel des noch jungen 3. Lions Clubs in Pforzheim stand an. Noch-Präsidentin Denise Niethammer hatte zu einer mit interessanten Exkursionen vollgepackten Ausfahrt auf die schwäbische Alb geladen

Die gemeinsame Busfahrt führte zur Firma BeckaBeck in Römerstein bei Bad Urach. Deren Inhaber Heinrich Beck informierte die Teilnehmer des Ausflugs über seine Philosophie rund um die biologische Erzeugung seiner Backwaren. Diese Erzeugung beschränkt sich nämlich nicht nur auf die Verarbeitung entsprechend gelieferter Mehle, sondern bezieht auch die Erzeuger der entsprechenden Getreidesorten von ausschließlich regional ansässigen Bauern ein. So hat er sich dafür eingesetzt, dass sowohl von Weizen als auch Dinkel durch Rückkreuzungen wieder die ursprünglichen, reinen Sorten angebaut werden. Diese erbringen zwar weniger Ertrag, trotzen aber z.B. durch die langen Grannen genannten, inzwischen weggezüchteten Borsten an den Ähren Wildschweinfraß und Anfälligkeit gegen die auf der Alb typische feuchte Witterung. Ferner sind diese Varianten deutlich besser verträglich für Allergiker. Sehr am Herzen gelegen ist ihm der Dinkel, der dem Geschmack und der Frische des Brotes auch nach Tagen sehr zugute kommt, aber deutlich zeitaufwändiger in der Verarbeitung ist.

Beim anschließenden Brezelschlingkurs konnten sich die Lions im traditionellen Formen und Ausbacken der traditionsreichen schwäbischen Laugengebäcks üben – die schwäbische Varianter der Brezel ist nämlich deutlich filigraner als die bayrische.

Präsidentenwechsel Nadelübergabe
Übergabe der Lions-Präsidenten-Nadel in mitten der bisherigen Präsidenten an den neuen Präsidenten Tobias Marks (v.l.n.r. Gründungspräsident Thomas Paulus, Noch-Präsidentin Denise Niethammer, Präsident Tobias Marks, Past-Präsident Thomas Müller)

Während des zweiten Frühstücks überreichte Noch-Präsidentin Denise Niethammer den sogenannten „Stiftungslöwen“ in Form eines weißen Porzellan-Löwen an Gründungspräsident Thomas Paulus als Dank und Anerkennung für sein Engagement für den gegründeten Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin. Anschließend übergab sie die Präsidentennadel an Tobias Marks und vollzog so offizielle den Präsidentenwechsel. Rückblickend war es laut Denise Niethammer ein sehr zeitaufwändiges und anstrengendes Jahr, aber insbesondere auch eine sehr interessante, wundervolle und erfahrungsreiche Zeit. Sie wünschte ihrem Nachfolger viel Freude und Elan für sein Präsidentenjahr und steht mit ihrem Erfahrungsschatz als Past-Präsidentin mit Rat und Tat zur Seite. Tobias Marks dankte für die Übergabe des aktiven und stetig wachsenden Clubs und stellte für sein Präsidentenjahr als Ziele die Erweiterung des Clubs in Aussicht, ebenso wie die Intensivierung und Stärkung des Clublebens innerhalb der Mitglieder. Er stellt sein Präsidentenjahr unter das Motto: „Tradition und Moderne in Freundschaft verbunden“.

Als anschließender Programmpunkt stand der Besuch bei den Albbüffeln von Willi Wolf in Hohenstein - Meidelstetten an, der wortreich im tiefsten Schwäbisch aus seinen umfangreichen Wissens- und Erlebnisschatz rund um die Haltung seiner Wasserbüffel-Herden plauderte. Allesamt auf urigen Weiden rein biologisch gehalten und für Fleischerzeugung bestimmt. Sowohl Milcherzeugung, z.B. für Büffelmozzarella, und gleichzeitig Fleischerzeugung vertrage sich nicht. Er liefert seine Büffel an die Metzgerei Failenschmid in St. Johann-Gächingen, in deren Restaurant sich die Lions dann beim gemütlichen Abschluss des spannenden und interessanten Tages von der Qualität des Albbüffelfleisches überzeugen konnten.

Gruppenfoto
Lions lernen: zahlreiche interessante Einblicke in konsequent biologische Erzeugung von Nahrungsmitteln in entspannter Atmosphäre.

Davor stand aber noch ein Besuch der Hohensteiner Hofkäserei von Helmut Rauscher in Hohenstein - Ödenwaldstetten an, der sich der Milcherzeugung von Wasserbüffeln  und deren Weiterverarbeitung verschrieben hat. Selbstverständlich durfte eine Verköstigung der zahlreichen Käsesorten nicht fehlen.

Und trotz des vollgepackten Programmes schafften es die Lions noch rechtzeitig zurück, um zuhause das EM-Spiel Deutschland-Italien zu verfolgen. Auch ohne das nervenaufreibende Elfmeter-Schießen wäre dieser Tag zu einer unvergesslichen spannenden und erfahrungsreichen Erinnerung geworden.

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