Ratternd rollen die kleinen Räder über die Steine, immer und immer wieder. Ein Bobby-Car nach dem anderen rast am Sonntag den kleinen Berg von der Barfüßergasse bis auf den Marktplatz hinunter. Möglich gemacht hat das der Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin mit Unterstützung des Bobby-Car-Sport-Verbandes, die mit der Aktion nicht für Spaß und Spannung sorgen, sondern auch etwas für den guten Zweck tun.

Das eingenommene Geld soll in die Schulsozialarbeit fließen und dort der Integration von Flüchtlingen dienen. Am Steuer sitzt am Sonntagnachmittag auch Pforzheimer Lokalprominenz, darunter zahlreiche Stadträte, Lions-Clubmaster Axel Bäuerle, Caritas-Direktor Frank Johannes Lemke, Modehaus-Besitzer Karsten Jung und Thomas Satinsky, geschäftsführender Verleger der „Pforzheimer Zeitung“.

Tipps von der Bobby-Car-Meisterin: Vor dem Start zeigt Cleo Lindemann den Prominenten, wie es geht. Sie ist amtierende deutsche Meisterin in der Kinderklasse und fährt in diesem Jahr in der Jugendklasse. Gestartet wird beim Promi-Rennen von der kleineren der beiden Rampen. Die Teilnehmer versuchen, den Oberkörper möglichst weit zurückzulehnen und die Füße gerade nach vorne zu strecken.

Oberbürgermeister Peter Boch hat den Dreh sofort raus. „Das ist eine wunderbare Sache vom Lions Club und wirklich super organisiert“, sagt er: „Das macht eine Riesengaudi.“ Boch schafft es bis ins Finale, in dem er gegen den Eutinger Ortsvorsteher Andreas Renner antritt. Letzterer hat am Ende die Nase knapp vorn und gewinnt das von Jörg Augenstein moderierte Spektakel.

Renner findet die Aktion „cool“ und sagt, für den guten Zweck sei er gerne dabei. Als ehemaliger Rektor weiß er: „Schulsozialarbeit ist etwas sehr Wertvolles.“ Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum und seine Frau Oana haben sich am Sonntagnachmittag gerne aufs Bobby-Car gewagt – und zwar ziemlich erfolgreich.

Beide loben die gute Organisation durch den Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin, der es mit der Aktion schaffe, finanzielle Unterstützung mit Spaß, Spiel und Spannung zu verbinden. „Es hat uns großen Spaß gemacht, da mitzufahren“, sagt Oana Krichbaum und erklärt, am Sonntag sei in der orthodoxen Kirche Ostern gewesen. Auch SPD-Stadträtin Annkathrin Wulff ist dabei gewesen, um den guten Zweck zu unterstützen. Ihre Strategie: „Heil unten ankommen.“ Aber: „Es war einfacher als gedacht.“

Oliver Reitz meint: „Das ist schon sportlich hier.“ Der Direktor des Wirtschafts- und Stadtmarketings (WSP) sieht in der Aktion einen schönen Programmpunkt des „Wirtschaftswunders“, das man dadurch weiterentwickeln könne.

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Autor: Nico Roller, Pforzheimer Zeitung

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